WISSENSWERTES ÜBER DIE ISLA DAMAS:

Die Inseln des Nationalparks befinden sich nur ein paar Seemeilen vor der Küste Chiles. Das Schutzgebiet umfasst eine Größe von etwa 900 Ha und liegt etwas mehr als 100 Kilometer nördlich der Stadt La Serena. Der Park wurde nach seinen bedrohtesten Bewohnern benannt: Den Humboldtpinguinen. Diese süßen Meeresbewohner leben an den Pazifikküsten in Peru und Nordchile. Die Pinguine werden nur bis zu 45cm groß. Verglichen mit den über einem Meter großen Kaiserpinguinen am Südpol, sind diese Vertreter ihrer Art wirklich beschaulich, aber das hat einen einfachen Grund: Die Pinguine nehmen an Größe und Körpermasse ab je weiter man sich vom Südpol entfernt. Primär liegt es daran, dass sich die Tiere der Umgebungstemperatur anpassen. Da es in nördlichen Gefilden deutlich wärmer ist, benötigen die Tiere weniger Masse, die sie vor der Kälte schützt. Kaiser- und Königspinguine können hier nicht überleben. Ausreichend Nahrung & Erfrischung finden die Humboldtpinguine im eiskalten Humboldtstrom, der von der Antarktis nordwärts entlang der Pazifikküste zieht.

Neben den Pinguinen bewohnen auch noch Seelöwen und zahlreiche Seevögel die Inseln und jagen im eisigen Wasser des Pazifiks.

In La Serena gibt es zahlreiche Anbieter die „Wohlfühltouren“ im Humboldtnationalpark anbieten. Diese sind überteuert und außerdem mögen wir nicht und versuchen Touristenrudel, immer wenn es uns möglich ist, zu vermeiden.

Da wir ohnehin am liebsten mit dem Mietwagen reisen, haben wir uns auch für unsere Tage im Norden Chiles ein Auto gemietet und sind die 100 Kilometer (50 Kilometer Schotterpiste) bis ins Fischerdorf Punta de Choros selbst gefahren. Aber auch ohne Mietwagen gibt es öffentliche Busverbindungen, die La Serena mit Punta de Choros verbinden.

Als wir den Nationalpark besuchten waren wir die einzigen Ausländer in unserem kleinen Boot (Titelbild) mit dem wir auf die Insel geschippert wurden. In etwa 2 Stunden lernten wir so viel über den Nationalpark und seine Bewohner. Für Naturliebhaber ist dieser Trip ein absolutes Muss & noch ein kleiner Geheimtipp zugleich! Die Tour im Nationalpark kostet 10.000 chilenische Pesos (Stand Oktober 2017), also rund 13 Euro. Mit etwas Glück kann man neben den Pinguinen, Seeotter und Seelöwen auch noch Delphine sehen. Da es in den Tagen vor unserem Ausflug sehr stürmisch war, und das Meer dadurch etwas trüber, hatten wir dieses Glück leider nicht.

Da wir beide Pinguine total faszinierend und unglaublich süß finden war der Ausflug in den Nationalpark ein absolutes Highlight und so viel schöner als ein Ausflug in den Zoo.

DIE GEOGRAFISCHE LAGE DER ISLA DAMAS: