ÜBER DIE TOUR:

Die Besteigung des VULKAN DE FUEGO in Guatemala ist vielleicht das größtmögliche Abenteuer im Süden Guatemalas. Nicht zuletzt, weil der Fuego zu einem der aktivsten Vulkane unserer Erde zählt. Allerdings ist die Tour ein wirklich hartes unterfangen und vielleicht auch eine der härtesten Touren, die ich jemals gemacht habe. Warum? Nun das ist eigentlich ganz einfach: Auf unserer 2 Tages-Tour haben wir fast 24 Kilometer an Wegstrecke absolviert und dabei 2500 Höhenmeter Aufstieg (am ersten Tag) gemeistert. Das trügerische an Vulkanbesteigungen sind neben der großen Anzahl an zu überwindenden Höhenmetern vor allem das extrem lose Geröll. Wir starteten unsere Tour im kleinen Ort Alotenango von dort aus schlängelt sich der Weg durch Felder und ausgetrocknete Bachbetten immer in Richtung des Feuerberges. Bereits auf unserem Weg in Richtung des Vulkans begrüßt uns der Fuego mit einer schönen großen Eruption. „Heute haben wir Glück“ kommentiert David strahlend.
Nach einer guten Stunde erreichen wir den Fuß des Vulkans und auch das bewaldete Gebiet am Fuße des Berges. Von hier an schlängelt sich der Weg mehr schlecht als recht durch das Dickicht. Als Motivationsvorlage haben wir uns das Ziel vorgenommen alle 300-400 Höhenmeter eine Pause einzulegen um unsere Kräfte für die 2500 Meter bergauf zu schonen. Der Anstieg wurde, vor allem geschuldet durch den schlechten Weg, immer anstrengender und härter.
Während die meisten Touristen eine der vielen geführten Touren zum Gipfel des Acatenango buchen und sich teilweise mit Trägern ihr Gepäck zum Gipfel tragen lassen hat unsere Reise einen wirklichen Abenteuercharakter. Neben dem fotografischen Equipment mit Stativ und Co müssen wir auch unsere Schlafsäcke, Isomatten, Proviant, Wasser (3 Liter) und Biwacksäcke hinauf zum Gipfelplateau tragen. Gerade im oberen Teil des bewaldeten Gebiets fordert der Berg alles von uns ab. Gerade hier müssen wir uns oft auf Knien und auf dem Bauch robbend voran bewegen um einen Weg durch die Botanik zu finden. Auf knapp 3000 Metern verlassen wir den Wald und kommen auf die Sandhölle des Fuego. Hier tut jeder Schritt weh und der Lose Untergrund erschwert das vorankommen zusätzlich.
Insgesamt erreichen wir nach etwa 8,5 Stunden Gehzeit unser Nachtlager unte freiem Himmel. Wegen des starken Windes der gegen Abend aufkommt, suchen wir uns eine windgeschützte Stelle an der wir uns mit einem Lagerfeuer wärmen.
Auch während der Nacht achtet der Vulkan de Fuego darauf, dass wir ihn nicht vergessen, denn er schickt uns Aschewolken und viele Eruptionen als Belohnung für unsere Mühen.
Am Morgen liegt die ganze Welt und unser uns in einer Wolkendecke und wir genießen einen herrlichen Sonnenaufgang direkt unterhalb des Gipfels.
Über einen schmalen Gipfelgrat erreichen wir die höchste machtbare Stelle auf etwas über 3.600 Metern. Hier sieht man bereits deutlich die großen Einschlagslöcher der Steinbomben, die der Fuego auswerfen kann. Dann machen wir uns auf gleichem Wege zurück ins Tal.

 

DIE LAGE DES VULAN FUEGO: